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Einige Gedanken zur Pferdetherapie

„Plötzlich Probleme“ oder doch schon ein langer, schleichender Prozess?
Jeder kennt das Gefühl, durch Verspannungen in der Bewegung eingeschränkt zu sein oder sogar Schmerzen ertragen zu müssen. Befindet man sich im Sportbereich, kann das zu mehr oder weniger starken Bewegungseinschränkungen führen. Der Mensch kann sich artikulieren
- dem Pferd bleibt nur, sein Gangbild an sein Bewegungsvermögen und sein Verhalten an seinen Schmerzgrad anzupassen.
Die größeren und deutlicheren Probleme, die die meisten Pferdebesitzer schildern, wie z.B. Taktfehler, Zügellahmheit, Widersetzlichkeiten im täglichen Umgang und beim Reiten zeichnen sich meist schon weit früher aus. Meist fällt zunächst ein Leistungsabfall des Pferdes auf, nachlassender Vorwärtsdrang, die Hinterhand ist weniger aktiv oder das Pferd lässt den Reiter nicht sitzen. Das Pferd zeigt sich auf einer Seite steifer oder will sich nicht Rückwärtsrichten lassen. Eine Steigerung ist dann schließlich heftiges Abwehrverhalten beim Satteln und Putzen oder Unarten wie Steigen und Buckeln beim Reiten.

Was kann man mit der Pferdetherapie erreichen?
Zum einen sollte man sich bei einem bestehenden Problem Gedanken machen, welche individuelle Therapieform angemessen ist um das Problem zu beseitigen, zum anderen liegt ein großes Potential in der Prävention. Leider ist es immer noch weitgehend stark verbreitet, die Pferde erst ansehen zu lassen, wenn schon größere Probleme vorliegen. Mit regelmäßiger Massage wird z.B. der Körper auf jede Veränderung „überprüft“, kleinere Verspannungen werden sofort behoben und es kann auf eventuelle Problemzonen beizeiten hingewiesen werden, auf die das Training dann gezielt ausgerichtet werden kann.

Wie oft sollte massiert werden?
Besteht ein größeres Problem, sollte das im Rahmen eines Therapieplanes, oft auch in Zusammenarbeit mit dem Tierarzt, Sattler oder Hufschmied geschehen. Danach kann durch regelmäßige Massage der Status aufrechterhalten werden – absolut ausreichend sind Abstände von 2 bis 4 Wochen.
Je länger die Pausen dazwischen sind, umso größer ist natürlich die Gefahr, dass der Körper wieder tiefer in die Verspannung fällt. Dazu genügt oft schon ein Ausrutschen, ein „kleiner“ Sturz in der Halle bei „Laufenlassen“ oder das Erlernen neuer Lektionen, wobei die psychische Anspannung in eine körperliche Anspannung übergehen kann.